Leipzig im Kreuzpunkt des europäischen Handels

Ausgezeichnet durch seine Lage nur
unweit vom Alten Rathaus und Marktplatz entfernt, ist
der Gebäudekomplex
zwischen Neumarkt und Universitätsstraße sowie Kupfer-
und Gewandhausgasse seit über 500 Jahren Zeuge für die
zentrale Stellung Leipzigs als Handels- und Kulturmetropole
Europas.
Das Städtische Kaufhaus in Leipzig entstand
als erstes Mustermessehaus weltweit im Zuge der seinerzeitigen
Umstellung
der Leipziger Messe von einer Warenmesse auf eine Mustermesse.
Heute kann Leipzig durch seine Lage,
nahe den neuen Märkten
der Beitrittsländer, an diese Vergangenheit anknüpfen.
Der Ausbau der Infrastruktur, des Flughafens und der
Messe sind wichtige Voraussetzungen. Die Entscheidung
des Fraunhofer-Instituts für Osteuropa zur Ansiedlung
in Leipzig bestätigt dies. Die erste Mustermesse wurde 1896 nach Umbau des Nordflügels
des heutigen Städtischen Kaufhauses, der ehemaligen Stadtbibliothek,
durchgeführt und bewährte sich ausgezeichnet. Daraufhin
wurden auf dem Rest des Areals die Bestandsgebäude, u.
a. auch der Konzertsaal des Gewandhauses, abgebrochen
und bis 1904 das Städtische Kaufhaus in seiner heutigen
Form errichtet. Das Grundstück hat daher eine lange Tradition
des Handels und der Kommunikation.
Das Städtische Kaufhaus als Stadtpalais lehnt sich in
seiner Formensprache an spätbarocke Schlossanlagen an.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Objekt durch Bomben stark
beschädigt. Das in städtischem Besitz befindliche Objekt
wurde zu DDR-Zeiten teilweise rekonstruiert, jedoch nicht
vollständig wiederhergestellt. Nach der Wiedervereinigung
wurde das Objekt durch einen Einzelinvestor erworben
und 1993 bis 1996 grundhaft saniert. Die REAL Immobilien-Gruppe,
welche das Städtische Kaufhaus Anfang 2004 erwarb, hat
das Objekt einer Revitalisierung unterzogen.
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